Der dreiwöchige Irrglaube...

Shownotes

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00:00:00: Allein schon, wenn ich das erreicht habe, habe ich mit dieser Veröffentlichung etwas richtig gemacht.

00:00:05: Welcher Krebs ist es denn überhaupt?

00:00:07: Weil das habe ich ja bis jetzt gar nicht öffentlich gemacht.

00:00:09: Drei Wochen lang wurde von OP gesprochen und ich komme am siebten Ersten in diese Besprechung rein zur Urlaubsvertretung und das heißt... Dreizehn Minuten, kein Filter, kein Bullshit Servus.

00:00:29: Grüezi und hallo.

00:00:31: erst mal ihr Lieben.

00:00:32: Und in dieser Folge möchte ich euch gerne ein Update zu meinem Gesundheitszustand geben.

00:00:39: Ich bin jetzt etwas gefaster.

00:00:42: Die Diagnose Krebs ist jetzt ein Monat her.

00:00:45: Es ist viel passiert in dieser Zeit und was genau und welche Therapieform jetzt beginnt und mit welchen Themen ich mich so sonst auseinandersetzen musste, möchte ich euch gerne in diesen dreizehn Minuten näher bringen.

00:00:58: Am Anfang möchte ich damit starten, dass ich aufkläre, warum ich das alles mache.

00:01:04: Und zwar geht es mir darum, natürlich auf der einen Seite ist es Therapie für mich darüber zu reden, weil so eine Diagnose macht etwas mit einem, in diesem Sinn macht es auch was mit mir, aber fast das Wichtigere warum ich dieses Thema öffentlich gemacht habe und was mir wichtig ist, dass damit passiert ist, dass ich aufmerksam mache auf das Thema.

00:01:28: Ich habe gestern von zwei Freundinnen gehört, dass durch meine Veröffentlichung, sie sich einen Termin bei ihrem Frauenarzt ausgemacht haben.

00:01:40: Und allein schon, wenn ich das erreicht habe, habe ich mit dieser Veröffentlichung etwas richtig gemacht.

00:01:45: Und das ist jetzt eigentlich eine ungewollte Brücke, aber perfekt.

00:01:50: zum Thema, welcher Krebs ist es denn überhaupt?

00:01:53: Weil das habe ich ja bis jetzt gar nicht öffentlich gemacht.

00:01:55: Diese zwei Freundinnen wussten vorher schon Bescheid, bevor ich es veröffentlicht habe.

00:02:00: Es ist Gebärmutterhalskrebs.

00:02:04: hervorgerufen durch eine HPV-Infektion.

00:02:10: Welche HPV-Nummer und so weiter ist eigentlich vollkommen wurscht.

00:02:13: Es ist ein bösartiger Tumor.

00:02:15: Und ja, jetzt gilt es, den ungebetenen Gast loszuwerden.

00:02:21: Und wie das passiert, erzähle ich euch gegen Ende, denn ich möchte euch nämlich den gesamten Verlauf, wie das gelaufen ist, erzählen.

00:02:31: Es begann alles damit, dass ich am fünfzehnten, zwölften, fünfundzwanzig zu meiner Frauenärztin gegangen bin.

00:02:38: Und sie hat schon diesen Verdacht geäußert und hat mich sofort in ein Krankenhaus geschickt, um genau zu sein ins Hannusch Krankenhaus in Wien, im vierzehnten, um eine Biopsy machen zu lassen.

00:02:51: Also sprich, einen Teil rauszuschneiden, um rauszufinden, um welchen Krebs und ob gutartig, bösartig, aber gut oder bösartig ist heraus.

00:03:00: zu finden, genau, wird so ein Stück rausgeschnitten und eingeschickt in Starboard.

00:03:04: Und das war natürlich für mich ... Ich kam mir vor wie in einem falschen Film oder überhaupt in einem Film.

00:03:12: Und das ist etwas, was ich niemals gedacht hätte, dass mir so etwas passieren kann.

00:03:16: Es ist so typisch.

00:03:18: Man glaubt, einem selbst kann sowas nicht passieren.

00:03:20: Ich kenne es von außen, ich kenne es von mehreren Personen, ich kenne es von der Familie.

00:03:24: Aber mir selber kann das nicht passieren.

00:03:25: Doch, kann es, weiß ich jetzt.

00:03:27: Und dann ging es weiter.

00:03:29: Also, das war ein Montag.

00:03:30: Ist vielleicht auch noch wichtig für die chronologische Reihenfolge.

00:03:32: Das war ein Montag bei der Frauenärztin.

00:03:34: Am Dienstag in der Früh war ich dann gleich im Hannes- bei der Biopsie, bei einem Arzt und der dürfte einen schlechten Tag gehabt haben.

00:03:44: Der hat diese Biopsie gemacht, ein paar Stücke rausgeschnitten und hat mich dann zum Gespräch geholt und hat sofort angefangen über Krebs und Rausschneiden, also von Operationen zu reden.

00:03:58: Und ich war komplett vom Kopf gestoßen, weil ich dachte, da wird jetzt was rausgeschnitten und das wird eingeschickt und dann schauen wir mal, was es ist.

00:04:06: Der war sehr böse, ist jetzt übertrieben, aber halt sehr, sehr forsch, sagt man das so?

00:04:13: Ja, egal.

00:04:15: Direkt ist okay.

00:04:16: Wurscht, egal.

00:04:18: Auf jeden Fall war das so, dass er gleich von Operation gesprochen hat und mir auch gleich einen Aufklärungsbogen mitgegeben hat und da eingezeichnet hat, wie, wo, was, wie viel rausgeschnitten wird und dass er in vier Wochen alles erledigt haben möchte.

00:04:34: Und er braucht noch ein CT und ein MRT, um alles weitere dann in die Gänge zu bringen.

00:04:42: Und ich war komplett überfordert mit der Situation.

00:04:47: Ja, okay, ich habe dann einen CT-Termin vereinbart, der war gleich dann am Mittwoch.

00:04:53: Das war außerhalb vom Krankenhaus der Termin.

00:04:55: Innerhalb des Krankenhauses wurde der Termin für MRT gemacht.

00:04:59: Das war fünf Tage später.

00:05:03: Genau am siebzehnten.

00:05:04: Nein, ein siebzehnter Razzete ist ja auch egal.

00:05:07: Auf jeden Fall wurde am nächsten Tag am Mittwoch ein CT gemacht, wo ich Kontrastmittel gespritzt bekommen habe, um irgendwelche Dinge genauer zu sehen.

00:05:16: Dann hatte ich mal einen Tag Ruhr zwei, um das alles sacken zu lassen.

00:05:21: Ich war ziemlich verwirrt, habe meine Familie Bescheid gesagt, habe nur meinen engsten Vertrauten auch Bescheid gesagt, dass der Verdacht da ist, weil in meiner Wahrnehmung hatte ich ja noch keine Biopsiergebnisse.

00:05:33: Und deswegen könnte es ja sein, dass es vielleicht ja nicht Krebs ist, obwohl schon zwei Stellen gesagt haben, das ist Krebs.

00:05:39: Am nächsten Tag bzw.

00:05:41: die Woche darauf hatte ich dann eben diesen MRT-Termin.

00:05:43: Da habe ich auch wieder Kontrastmittel gespritzt bekommen.

00:05:46: Ach so ja, dazwischen waren auch noch ein paar Bluteuntersuchungen.

00:05:49: Und dann war Also kurz vor Weihnachten war dann die nächste Besprechung mit dem Arzt im Hanosch Krankenhaus, um die Befunde zu besprechen von CT und MRT.

00:06:03: Und da hat er zu mir gesagt, da ist noch etwas nicht ganz klar, dass wir da gerne noch abchecken, bevor er operiert.

00:06:11: Also auch da, da wurde immer noch von OP gesprochen und warum ich das betone, werdet ihr gleich erfahren.

00:06:20: Und zwar möchte ich noch ein Pet-CT machen.

00:06:23: Das ist eine CT-Untersuchung, bei der mir eine zuckerhaltige mit radioaktiven Partikelchen, mit leicht radioaktiven Partikelchen versetzte Substanz gespritzt wird.

00:06:37: die dann fünfzehn Minuten im Körper einwirken muss und dann wird das CT gemacht.

00:06:42: Und da sieht man den Tumor ganz genau.

00:06:44: Und da kann man auch feststellen, ob er gestreut hat, also ob es Metastasen gibt.

00:06:49: Und bei mir, beim Gebärmutterhalskrebs war es auch noch wichtig, rauszufinden, ob die Lymphe betroffen sind oder nicht.

00:06:56: Weil der Arzt gedacht hat, der wird da was rausschneiden.

00:06:58: Und wenn die Lymphe auch betroffen sind, wird er diese ebenfalls rausschneiden.

00:07:03: Wir reden hier immer noch mit Fokus auf OP.

00:07:07: Gut, der früheste Termin für diese PET-CT war, also ich war jetzt am XXIII.

00:07:13: XII.

00:07:14: bei diesem Arzt und der früheste Termin war der V. Erste.

00:07:18: Und ich sage so, das Schlimmste, also es gibt zwei Sachen, die in dieser gesamten Zeit einfach das Schlimmste waren und sind, das eine ist warten, warten auf Termine, warten auf Ergebnisse, warten auf Entscheidungen zum Kotzen, wenn ich das so sagen darf.

00:07:34: Und das zweite, die emotionale Achterbahnfahrt.

00:07:38: Es ist wirklich ein ewiges Rauf und runter.

00:07:42: Aber auch das habe ich einigermaßen im Griff und lasse es zu, wenn nichts anderes bringt was.

00:07:49: So, dann ja, war Weihnachten und Silvester.

00:07:52: Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mir nicht so zu feiern, zu Mutter war.

00:07:56: Und dann kam der fünfte erste.

00:07:59: Und diese Pet CT wurde gemacht.

00:08:01: Ach so, das ist auch noch wichtig.

00:08:02: Am XXIII.

00:08:03: hat der Arzt zu mir gesagt, die nächste Kontrolle und Besprechung des Pet CTs ist am siebten Ersten.

00:08:09: Er ist zu dem Zeitpunkt nicht da, aber eine Urlaubsvertretung.

00:08:14: Das ist noch wichtig zu betonen, weil ich dann am fünften Ersten diese Pet-CT-Untersuchung gemacht habe.

00:08:19: Am siebten Ersten bin ich dann zur Nachbesprechung des Pet-CTs gekommen, zur Urlaubsvertretung und die sagt zu mir, also falls ihr jetzt nicht sitzt, dann müsst ihr euch jetzt hinsetzen.

00:08:31: Drei Wochen lang sprachen wir von OP, wie, wo, was, in vier Wochen soll alles erledigt sein, aufschneiden, längst nicht quer, habe ich inzwischen dann auch schon gehört gehabt und stationär und bla bla bla.

00:08:43: ganze Zeit drei Wochen lang wurde von OP gesprochen und ich komme am siebtenersten in diese Besprechung rein zur Urlaubsvertretung und es heißt Radiokhemotherapie.

00:08:54: Dies bedeutet Bestrahlung und Chemotherapie.

00:08:58: Und ich war komplett neben der Spur, weil ich diese Vertretung weiblich auch gefragt habe, wie kommt jetzt diese Veränderung?

00:09:07: Seit drei Wochen reden wir von OP und jetzt auf einmal eine andere Therapie und sie konnte es mir nicht erklären.

00:09:14: Wie konnte mir nicht sagen, wie jetzt diese Veränderung kam, weil auch in den Unterlagen, also in meinen Akten, nichts vermerkt war von dem anderen Arzt, dass eine OP angedacht ist?

00:09:28: Und sie können ja niemanden fragen und so weiter und so fort.

00:09:34: Ich bin da rausgegangen, ich war eine Mischung aus verzweifelt, frustriert, verärgert, komplett mit Unverständnis, voll bis oben hin und auch teilweise innerlich aggressiv, sauer.

00:09:51: Bin dann raus?

00:09:52: Ach so, ja genau, dann hat sie mir noch einen Termin gegeben, gleich für den Vollgetag, für den achten Ersten, für mein Erstgespräch Radio-Chemotherapie im AKH.

00:10:01: Ich verstand nicht, warum keine OP, ich verstand nicht, warum jetzt eine andere Therapie, warum wird ein Termin vereinbart, ohne mich zu fragen, will ich diese Therapie überhaupt wahrnehmen?

00:10:13: Das war alles einfach zu viel.

00:10:15: Und ich habe dann zusammen mit meinem Freund angefangen, herum zu telefonieren, um weitere Meinungen einzuholen, weil ich hatte jetzt den Befund von CT, MRT, ich hatte keinen schriftlichen Befund vom PET-CT, der gemacht wurde.

00:10:33: aber halt diese Meinung.

00:10:34: Und dann gibt es ein sogenanntes Tumorboard, heißt das im Hannusch, wo sich bestimmte Abteilungen zusammensetzen, Fälle, ich bin ein Fall, anschauen und dann entscheiden, was die bestmöglichste Therapieform ist.

00:10:47: Und dieses Tumorboard hat entschieden Radiokhemotherapie.

00:10:52: So, daraufhin habe ich herumtelefoniert, habe am gleichen Tag noch bei einem anderen Gynäkologen einen Termin bekommen, wo ich gebeten habe, dass der drüberschaut über die Befunde und mir sagt, wie, wo, was.

00:11:06: Also bei dem war ich und auch der hat gesagt, Radio-Chemotherapie ist in diesem Fall am gescheitesten.

00:11:12: Dann habe ich über meinen Knie Arzt Andreas Janusseck, liebe Grüße an dieser Stelle, der hat vor zwanzig Jahren meine beiden Knie operiert und bin seit daher immer in Kontakt mit ihm.

00:11:24: und der hat mir dann auch eine Adresse empfohlen, bei dem habe ich am folgetag noch einen Termin bekommen, da bin ich auch noch mit den Unterlagen hin und habe ihm das alles gezeigt.

00:11:31: und auch er hat gesagt, Radio-Chemotherapie, genau, bevor ich bei dem zweiten, dritten, ich weiß gar nicht mehr, Gönäkologin war, um eine weitere Meinung einzuholen, hatte ich ja dann dieses Gespräch im AKH, wo ich zu einem großartigen Arzt gekommen bin, der, der nichts mit dem AKH zu tun hatte, keine Untersuchungen dort gemacht hat, also im AKH, im AKH-Blitz, im Hannusch oder irgendwas, der konnte mir ansatzweise erklären, wie diese Meinungsänderung von OP auf Radiokemoterapie gekommen ist.

00:12:08: Es war wirklich eine Achterbahn.

00:12:12: Ich finde nicht mal die richtigen Worte merke ich gerade.

00:12:15: Egal.

00:12:16: Auf jeden Fall ist es jetzt so.

00:12:19: Da er meine Skepsis mitbekommen hat, hat er gesagt, er wird auch noch mal im AKH das Tumorboard zusammenrufen.

00:12:24: Und die werden sich meine Fall auch noch mal anschauen.

00:12:27: Unterm Strich, weil die Zeit gerade wieder rennt, ist es so, fünf zu eins für Radiokhemotherapie, was für mich jetzt bedeutet, sieben Wochen lang Bestrahlung täglich, fünf Tage die Woche von außen zusätzlich, einmal pro Woche Chemotherapie in die Venen.

00:12:45: Und in den letzten zwei Wochen wird es dann auch... noch drei bis vier Mal Bestrahlung von innen geben.

00:12:52: Das ist die Party, die ich in nächster Zeit vor habe.

00:12:55: Soweit es mir gesundheitlich bzw.

00:12:57: körperlich möglich sein wird, werde ich euch da up to date halten, auch in Podcast folgen.

00:13:02: Es wird jetzt aber kein Krebspodcast werden.

00:13:05: Ich möchte nur aufmerksam machen, dass eure Gesundheit wichtig ist, dass die an erster Stelle gestehen sollte.

00:13:11: und sollte ich euch jetzt inspirieren zum Arzt zu gehen, dann habe ich alles richtig gemacht.

00:13:16: In diesem Sinne passt bitte auf euch auf, cool bleiben und wir hören uns beim nächsten Podcast.

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