Krebs ist kein Thema für später!

Shownotes

In dieser besonderen Folge spricht Rozalija Gregurek mit Martina Löwe, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. Gemeinsam beleuchten sie die wichtige Arbeit der Organisation, die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung sowie die Herausforderungen, die eine Krebsdiagnose für Betroffene und deren Angehörige mit sich bringt.

Eine bewegende Folge über Verantwortung, Aufklärung und die Kraft der Unterstützung.


🌐 Österreichische Krebshilfe: https://www.krebshilfe.net

Martins wichtigste Botschaft

„Achtet auf euch. Nutzt die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen und scheut euch nicht, Unterstützung anzunehmen. Niemand muss diesen Weg alleine gehen.“

Danke fürs Zuhören!

Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung, ein Abo und das Teilen des Podcasts mit Menschen, denen dieses Thema ebenfalls helfen könnte. ❤️🎙️

Transkript anzeigen

00:00:00: Und das ist schon noch eine Generation, die sich gerne um ihr Automotorrad oder sonstiges Spielzeug kümmern.

00:00:05: Aber nicht so um ihren Körper!

00:00:06: Der Meisterkrebs bei Frauen ist der Brustkrebs und bei den Männern Prosta da.

00:00:11: Geht's bitte zu den empfohlenen Frühjahrkennungsuntersuchungen?

00:00:24: Dreizehn Minuten kein Filter, kein Bullshit.

00:00:27: In der heutigen Folge eine besondere Person.

00:00:30: Also ich finde ja jeder Gast jede Gästin ist etwas Besonderes.

00:00:33: aber heute geht es ein bisschen tiefer und wer meine Geschichte kennt wird auch gleich verstehen was ich damit meine.

00:00:39: Ich habe nämlich die Geschäftshörer in der österreichischen Krebshilfe bei mir.

00:00:42: Grüß dich Martina Löwe.

00:00:44: Hallo

00:00:45: Martina, ich habe es gerade gesagt.

00:00:47: Du bist die Geschäftsführerin der österreichischen Krebshilfe und ich habe ja so eine Reise hinter mir.

00:00:53: Vielen herzlichen Dank dass du dir die Zeit genommen hast das du da bist bei diesem Podcast.

00:00:58: Ich möchte gerne mehr über dieses Thema reden jetzt gar nicht über Behandlungen und so sondern über die österreichische Krebshelfe und auch deine Verbindung zu diesem Thema weil sie wieder Gründe geben warum du dich vor elf Jahren sind inzwischen?

00:01:11: Ja entschieden hast Geschäftsführerinnen dieser Organisation zu werden.

00:01:15: Bitte erzählen wir doch!

00:01:17: Sehr gerne.

00:01:17: Danke mal, dass ich bei dir sein kann und dass du auch so offen über solche Themen sprichst die eigentlich nicht jeder in seinem Alltag haben möchte.

00:01:26: völlig verständlich Mein Zugang ist ganz einfach.

00:01:29: Ich bin eine Kommunikationsfachfrau Und ich habe nach meiner Ausbildung in den neunziger Jahren In den größten Agenturen gearbeitet und es mir so oft nerven ging an Dass sich für Unternehmen arbeitet das sie noch mehr Geld verdienen.

00:01:42: Ich wollte etwas Sinnvolles machen und damit dann selbstständig gemacht zur österreichischen Krebshilfe gekommen und habe schon seit den seit fünfundneunzig für die österreichische Krebsilfe sämtliche Kampagnen damals gemacht.

00:01:54: Und dann irgendwann einmal war es nur logisch, dass ich dann in die Geschäftsführung eingestiegen bin.

00:02:01: Die Doris Kieferber ist seit zweitausend Geschäftsführerin und wir sind jetzt ein Doppelteam.

00:02:09: Ja für mich ist es vor allen Dingen die Vorsorge-und Früherkennung, die mich so treibt, die wir in Österreich bekommen von der Versicherung.

00:02:19: also wir bekommen jede Krebs früherkennungsuntersuchung die notwendig ist, die man braucht auf Krankenkasse.

00:02:26: Aber man geht halt einfach nicht hin und das verstehe ich einfach nicht.

00:02:30: und es ist so meine Antriebsfeder den Menschen zu sagen hey kümmere dich ein bisschen um dich.

00:02:37: Ein gesunder Lifestyle ist jetzt auch nicht gerade breit verbreitet und nutze die Früherkennungs-Untersuchungen.

00:02:49: Nicht nur das, du hast dich sogar spezialisiert auf einen Bereich und zwar auf die Männer.

00:02:56: Hast doch einen eigenen Podcast dazu und sagst den Herzen auch ihr dürft darüber reden.

00:03:01: ich habe auf eurer Webseite die Statistiken angeschaut und der meiste Krebs bei Frauen ist der Brustkrebs.

00:03:12: Warum reden Männer selten drüber oder reden sie überhaupt drüber?

00:03:15: Gehen Sie zuvor sagen, gehen Sie nicht zuvor.

00:03:18: Welche Erfahrungen hast du da gemacht und warum bist du auf die Männer los?

00:03:23: Ich sage das immer gerne so mein Steckenpferd sind die Männer weil es ist ein bisschen eine Herausforderung und ich finde es auch spannend.

00:03:31: Ich glaube, die Männer sind einfach tickend und anders als wir Frauen wissen sowieso.

00:03:37: Aber auch gerade was das Gesundheitsverhalten betrifft... Die Next Generation tickt ja schon ein bisschen anders, aber Krebserkrankungen treffen dann doch ab fünfzig Plus.

00:03:53: Und das ist schon noch eine Generation die halt so etwas unverwundbarer ist und sich gerne um ihr Automotorrad oder sonstiges Spielzeug kümmern, aber nicht um ihren Körper und sich die Zeit auch dazu nicht nehmen.

00:04:10: wird schon besser, muss ich sagen.

00:04:14: Die Gründe sind manigfaltig!

00:04:15: Ich höre immer wieder irgendwelche Erklärungen, warum er jetzt gerade nicht gehen kann... die Klassiker?

00:04:21: ... aber ich glaube der Knackpunkt ist einfach das Wissen.

00:04:26: je früher man so eine Krebserkrankung erkennt umso Viel, viel höher sind die Haltungsschancen.

00:04:34: Ja aber kann es vielleicht auch das Thema sein dass man uns nicht wissen will?

00:04:38: Ja gerade die Männer wollen's meist nicht wissen.

00:04:41: Also nicht nur die Männer, es gibt auch viele Frauen das nicht wissen wollen.

00:04:45: Aber das ist völlig klar wenn man sich vermeintlich gesund fühlt.

00:04:50: und Prosta der Krebs ist gerade eine Krebsart die keine Symptome verursacht.

00:04:57: erst wenn etwas sehr seltsam wird dann ist es meistens schon zu spät und dann hat der Kreb oft schon gestreut was viel schlimmer ist bei der ganzen Therapiegeschichte als wenn man ihn früher kennt.

00:05:10: Und wenn man sich vermeintlich gesund fühlt, dann braucht man ja nicht zum Arzt.

00:05:18: Dann ist diese Zeit auch nicht unbedingt notwendig zu investieren und das ist schade.

00:05:23: Welche Verbindung hast du außer beruflicherweise mit dem Thema Krebs?

00:05:27: Irgendwas in deiner Familie, Freundeskreis?

00:05:29: Also ich muss auf Holz klöpfen, familiär bin ich Gott sei Dank nicht vorbelastet.

00:05:36: da habe gar niemanden in der Familie die Krebs hatten.

00:05:41: Aber natürlich auch aufgrund meines Berufes.

00:05:44: Es schlagt ständig jemand bei mir auf, wo halt Freunde in Lebensgefährte, Lebensgefärte in bester Freund

00:05:52: etc.,

00:05:53: gerade betroffen sind.

00:05:56: und das sind ja doch knapp fünfzigtausend Menschen die jahrlich die Diagnose bekommen wenn man jetzt dann noch eine angehörige Familie dazu rechnet Ja es sind doch mehr als siebzig Prozent der Bevölkerung weniger mit der Diagnose betroffen.

00:06:13: Da ist es logisch, dass man immer wieder ... In Verbindung kommt damit.

00:06:21: Gut, das ist so wie ich will mir ein rotes Auto kaufen und dann sieht man nur noch rote Autos.

00:06:24: So ist

00:06:25: es.

00:06:25: Also das ist nie auch passiert, bürgisch ist mehr auch passiert.

00:06:28: Fernseher eingeschalten Thema Krebs.

00:06:31: Irgendwelche Podcast gehört Thema KreBS also immer da nur noch Krebs um mich herum.

00:06:35: deswegen ich kann das sehr gut nachvollziehen.

00:06:37: jetzt ist es ja so dass österreichische Krebshilfe nicht nur den Betroffenen sondern auch den Angehörigen

00:06:42: hilft.

00:06:43: warum?

00:06:44: weil es einfach eine systemische Erkrankung ist.

00:06:47: Also jeder, der die Diagnose bekommt völlig logisch wirft das aus dem Alltag aber wirft auch den Arbeitsplatz, die den Arbeitgeber-Arbeitgeberinnen angehörige Partner Kinder all die sind davon betroffen.

00:07:07: Und je besser das System des Patienten der Patientin unterstützt ist umso besser kann man diese schwierigen Herausforderen in der Zeit auch gemeinsam bewältigen.

00:07:21: In welcher Art und Weise unterstützt die österreichische Krebshilfe?

00:07:25: alle notwendigen Personen, wenn ich das mal so pro Schal sagen darf.

00:07:29: Also ... Ganz klar im Mittelpunkt steht natürlich der Patient die Patientin.

00:07:34: Wir sind ab der Diagnose für Sie da, begleiten sie, das ist Fach heißt Psycho-Onkologie also spezialisiert auf die psychischen Belastungen während einer Krebserkrankung.

00:07:48: Das ist auch das warum die Männer oft nicht zu uns kommen wollen weil alles mit einem Psy voran ist ja jetzt irgendwie unheimlich.

00:07:54: aber dann brauchst man sich nicht vorstellen man liegt jetzt am Sofern muss ein ganzes Leben aufarbeiten wirklich ganz speziell auf diese fordernde Situation.

00:08:06: Wir haben aber auch gemerkt, dass Patienten und Patientinnen nicht nur psychische Probleme haben sondern vor allen Dingen in letzter Zeit immer vermehrt auch finanzielle Probleme bekommen durch die Erkrankung.

00:08:17: Da haben wir die finanziellen Soforthilfe um Patienten, die aufgrund ihrer Krebserkrankungen finanziele Not kommen einfach möglichst rasch auch finanziell unterstützen zu können.

00:08:29: Wir sind aber auch für die Kinder von Krebspatienten.

00:08:32: Krebs-Patienten werden ja immer jünger, haben oft kleine oder mittelalter Kinder, wo man als Patient selbst mit sich beschäftigt ist und nicht weiß wie ich damit umgehe.

00:08:46: Wie sage ich meinen Kindern?

00:08:48: Dafür haben wir geschulte Psychologinnen, die das mit den Kindern aufarbeiten und die auch unterstützen Angehörige.

00:08:58: Ganz genau so.

00:08:59: Ja und natürlich auch am Arbeitsplatz, also wir haben ein Projekt das nennt sich Krebsund-Beruf wo wir Unternehmen begleiten wenn der Kollege die Kollegin an Krebs erkrankt ist.

00:09:15: Sehr spannendes Thema weil wie ich die Chemotherapie hatte war eine weitere Patientin neben mir und sie hat mir erzählt Sirtmann und zwei Kinder Und ich hab sie dann gefragt, wie die Kinder damit umgegangen sind.

00:09:31: Sie hat gesagt, die ältere Tochter ist elf.

00:09:34: Hat sie nur gefragt, Mama, wirst du sterben?

00:09:36: Genau.

00:09:38: Als sie gesagt hat, nein ... war das Thema für das Kind erledigt.

00:09:43: Die Mama hat aber geschaut, dass das Kind eben in die oncopsychologische Unterstützung bekommt, um es noch besser zu verarbeiten und sie ist okay.

00:09:54: Aber das war auch so puh krass.

00:09:56: Ich habe keine Kinder, ich bin noch nicht verheiratet und hab einen tollen Partner an meiner Seite.

00:10:01: aber das war schon nicht ohne diese Geschichte zu hören.

00:10:04: Jetzt hast du gesagt finanzielle Unterstützung.

00:10:08: ist das der Punkt wo Spenden hingeht?

00:10:13: Wir sind ausschließlich Spenden finanziert.

00:10:16: Das ist auch uns wichtig, weil wir nicht von den Ministerien abhängig sein wollen.

00:10:23: Ich habe z.B.

00:10:24: vor vielen Jahren das Nichtrauch auf Volksbegehren gemacht und wenn da uns das Gesundheitsministerium damals unterstützt hätte, wäre das schon alles nicht möglich gewesen.

00:10:33: Ja, es gibt unterschiedliche Projekte.

00:10:36: Wenn man zum Beispiel einen Spenden will kann man ganz klar einen Zweck angeben z.B.

00:10:41: Mama-Papa Hartkrebs oder finanzielle Soforthilfe und dieses Geld wird dann auch genauso verwendet.

00:10:48: wir sind zweifach geprüft einmal vom Spendengüttesegelprüfer einmal vom Wirtschaftsprüfer und das ist genau nachvollziehbar wie die Gelder eingesetzt werden.

00:10:59: Das ist uns auch wichtig weil wir eben darauf angewiesen sind und der Spendengüttesegel das einfach auch bestätigt, dass wird ihm auch genau folgen.

00:11:12: Jetzt gibt es ja zahlreiche Organisationen wo man spenden kann wenn man spendet möchte.

00:11:19: warum sollte ich gerade der österreichischen Krebshilfe spenden?

00:11:23: Ich denke erst einmal jede Organisation hat einen Auftrag, der wichtig ist und deswegen glaube ich es ist gut dass es so viele Organisationen in seinem NGO Bereich gibt.

00:11:38: Für uns ist es natürlich Die Begleitung, Beratung und Unterstützung der Patientinnen und Patienten erfolgt ohne Kosten.

00:11:47: Das heißt wir haben Psycho-OnkologInnen die in dreiundsechzig Beratungsstellen in ganz Österreich die Patientin und Patientinnen betreuen kostenlos.

00:11:58: das ist sehr wichtig zu sehen wie viele Patienten und Patientinnen immer mehr kommen, die brauchen alle ihre Unterstützung.

00:12:07: Die brauchen auch die finanzielle Unterstützung.

00:12:09: also wenn man sagt ich möchte Menschen in dieser schwierigsten Situation unterstützen dann ist es gut wenn man uns spendet weil wir tun das.

00:12:22: Der Name ist Programm, nicht nur von der österreichischen Krebsäfe.

00:12:27: In Österreich und das ist auch wichtig... Ihr unterstützt alle in Österreich lebenden Menschen.

00:12:34: Also es hat nichts mit Herkunft zu tun oder Nationalität?

00:12:37: Nein!

00:12:38: Der Lebensmittelpunkt muss in Österreich sein.

00:12:40: Genau.

00:12:41: Auch wichtig zu erwähnen.

00:12:43: Sonst fühlt man sich schnell ausgeschlossen ausgegrenzt oder sonstiges.

00:12:48: Martina ... sind schon fast die dreizehn Minuten um, sag mir doch welche Botschaft möchtest du an alle Hörer und Höreren mitgeben?

00:12:57: Ich möchte mitgeben.

00:12:59: Schaut's ein bisschen auf euch!

00:13:00: Es tut nicht weh.

00:13:03: Bewegung, gesunde Ernährung all diese Dinge nicht rauchen All diese Dinge kann man selbst sehr gut umsetzen, um möglichst nicht von Krebs betroffen zu werden.

00:13:15: Geht's bitte zu den empfohlenen Frühjahrkennungsuntersuchungen und wenn doch dieser Diagnose trifft, bitte kommt zu uns...

00:13:26: Bitte sprich noch zu Ende!

00:13:28: Bitte kommt zu Uns.

00:13:29: www.krebshilfe.net.

00:13:30: Dort sind alle Adressen.

00:13:32: Da werde ich natürlich auch verlinken, ist klar in den Shownotes.

00:13:35: Martina vielen herzlichen Dank dass du dir die Zeit genommen hast.

00:13:38: Vielen dank für deine Arbeit und ja kein leichtes Thema.

00:13:44: Ich sag danke.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.